Wie wirken sich hreflang-Fehler auf die Rankings mehrsprachiger Websites aus?
Kurze Antwort: hreflang ist kein eigenständiger Rankingfaktor; seine Aufgabe ist, die richtige Sprach- und Länderversion dem richtigen Nutzer zuzuordnen. Bei fehlerhafter Umsetzung zeigt Google die falsche Version: Die falsche Seite konkurriert im falschen Markt, Klicks und Conversions sinken, und die Versionen kannibalisieren sich gegenseitig.
Häufige Fehler und ihre Folgen
- Fehlende Gegenseitigkeit: Verweist Seite A auf B, aber B nicht zurück auf A, wird das Paar ignoriert.
- Ungültige Codes: Sprache nach ISO 639-1, Land nach ISO 3166-1; en-uk ist ungültig, korrekt ist en-gb.
- Fehlendes x-default: Für Nutzer ohne passende Version bleibt undefiniert, welche Seite erscheinen soll.
- Canonical-Konflikt: Zeigt hreflang auf eine URL und das Canonical auf eine andere, widersprechen sich die Signale.
- Falsche Ziele: hreflang darf nur auf indexierbare URLs mit Status 200 zeigen; Weiterleitungen und noindex-Ziele brechen die Kette.
Zur Diagnose werden Search-Console-Daten, Crawler-Berichte und Logfiles gemeinsam ausgewertet. Die Wirkung der Korrektur wird pro Markt gegen die Baseline von Impressionen und Klicks verfolgt; dass die richtige Version im richtigen Land erscheint, ist das erste messbare Ergebnis.